Schauspiel

Der zerbrochne Krug

Ich kann Recht so jetzt, jetzo so erteilen.

von Heinrich von Kleist

Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Premiere

20. September 2020

Schauspielhaus


1 Stunde, 20 Minuten, keine Pause

Termine und Karten

Do, 01.10.2020 / 19:30 – 20:50 Uhr Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 €
Sa, 10.10.2020 / 19:30 – 20:50 Uhr Schauspielhaus
22,00 € – 45,00 €
So, 11.10.2020 / 17:00 – 18:20 Uhr Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 €
Sa, 31.10.2020 / 17:00 – 18:20 Uhr Schauspielhaus
22,00 € – 45,00 €
Sa, 31.10.2020 / 20:00 – 21:20 Uhr Schauspielhaus
22,00 € – 45,00 €

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Podcast
Theaterzeit zu „Der zerbrochne Krug“
Materialien
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Inhalt

Es ist Gerichtstag im Dorf. Frau Marthe tritt vor den Richter Adam, in den Händen die Scherben ihres Kruges. Sie beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, in deren Zimmer eingedrungen und dort im Eifer des Gefechts einen Krug zerstört zu haben. Doch Ruprecht widerspricht heftig. Eve selbst schweigt – und Dorfrichter Adam wirkt bei der ganzen Angelegenheit ungewöhnlich nervös. Seine Ermittlungen zielen mehr darauf, schnell einen Täter festzulegen, als die Ereignisse gründlich und wahrheitsgemäß aufzuklären. Als eine weitere Zeugin auftritt, wird die Beweislast gegen Adam erdrückend. Nun bricht auch Eve endlich ihr Schweigen und Adam ergreift die Flucht.
Die Figuren im Kleist’schen Lustspiel ringen um Wahrheit beziehungsweise um das, was sie für die Wahrheit halten oder zur Wahrheit machen. Die Strategien sind bekannt: Das Abwerten der Glaubwürdigkeit Anderer und das Bezweifeln belegbarer Tatsachen. Die Grundpfeiler des Miteinanders bröckeln, Wahrheit droht zu einer reinen Frage der Perspektive zu werden. Noch nie waren so viele Informationen verfügbar und noch nie waren sie für die Menschen so wenig wert.
Lisa Nielebock, geboren 1978, ist bekannt für ihre analytischen und eindringlichen Theaterarbeiten. Seit 2004 ist sie leitende Professorin für Regie an der Universität der Künste in Essen.

Pressestimmen

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Werner Wölbern spielt den Adam mit großer Zurückhaltung, aber nicht gebremst. (…) Er spricht unangestrengt mit großer Klarheit, alle Pausen sind klug gesetzt, Kleists Sprache funkelt und glänzt. (…) In dieser Inszenierung des mehr als 200 Jahre alten Stücks kommt einem vieles ganz unangestrengt sehr nah. (…) In einer Stunde und zwanzig Minuten ist alles erzählt – aber die Wirkung hält sehr lange an.

Neue Presse

Präzise, klug und bewegend – ein Theaterwunder. (…) Diese Inszenierung ist ein Glück. So präzise, so genau, so überwältigend und zugleich klug wurde in Hannovers Schauspielhaus lange nicht gespielt.