Ballett

Nijinski

Ballett von Marco Goecke
Musik: Frédéric Chopin, Claude Debussy, u. a.

13. Dezember 2019

Opernhaus

Termine und Karten

So, 24.11.2019 / 18:00 Uhr Premierenfieber: Nijinski Ballhof Eins
8,00 € Besetzung calendar_open_alt
Choreografie Marco Goecke Bühne + Kostüm Michaela Springer Licht Udo Haberland Dramaturgie Esther Dreesen-Schaback Tanzvermittlung Bettina Stieler Choreografische Einstudierung Fabio Palombo

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Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi, Florian Groß Choreografie Marco Goecke Bühne + Kostüm Michaela Springer Licht Udo Haberland Dramaturgie Esther Dreesen-Schaback Tanzvermittlung Bettina Stieler Choreografische Einstudierung Fabio Palombo

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Staatsballett Hannover

Inhalt

Das abendfüllende Ballett Nijinski erzählt von dem bedeutenden Tänzer und Choreografen Waslaw Nijinski. Das Stück berührt Stationen aus seinem Leben, handelt von den „Brettern, die die Welt bedeuten“ und davon, wie nah Kunst und Wahnsinn beieinanderliegen können.
Nijinski war einer der außergewöhnlichsten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Als Tänzer verkörperte er Rollen, die bis heute für die Tanzgeschichte von großer Bedeutung sind. Seine Partien bei den Ballets Russes unter der Leitung von Sergej Diaghilev, zum Beispiel der Clown in Petruschka, der Geist der Rose in Le Spectre de la rose und der goldene Sklave in Scheherazade sind in das kollektive Gedächtnis der Tanzwelt eingegangen. Der bis heute kaum erreichte Skandal, den Nijinskis eigene Choreografie Le sacre du printemps bei dem Pariser Publikum 1913 verursachte, lässt seine visionäre Kraft und künstlerische Tragweite erahnen. Verwoben mit der Karriere ist auch sein tragischer Weg in den Wahnsinn. Er kämpfte gegen die zunehmende Verdunkelung seines Wesens – heute nimmt man an, dass es sich um Schizophrenie handelte – und zog sich zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurück.
Nijinski gehörte zu den Menschen, die beide Weltkriege erleben mussten, und er war als Patient einer Nervenheilanstalt der Bedrohung des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ausgesetzt.
Marco Goeckes Ballett erfühlt Stationen aus Nijinskis Leben – einem Leben voller Glanz und Ruhm, aber auch die dunklen Seiten seiner Geschichte. Es erzählt mit Bildern vom Zauber und dem Wert des Tanzes sowie persönlicher, menschlicher Not. Sinnlich ist auch der Klang: Frédéric Chopin, wie Waslaw Nijinski polnischer Herkunft, bildet in seinen Klavierkonzerten die vielen Facetten menschlicher Gefühle auf berührende Weise ab.