Oper

Rigoletto

Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Melodramma in drei Akten
Libretto von Francesco Maria Piave,
nach dem Versdrama Le Roi s’amuse
von Victor Hugo

Opernhaus


In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Musikalische Leitung Michele Spotti
Inszenierung Karsten Wiegand
Bühnenbild Bärbl Hohmann
Kostüme Moritz Junge
Licht Claus Ackenhausen
Dramaturgie Albrecht Puhlmann
Musiktheatervermittlung Kirsten Corbett
Duca di Mantova Fabián Lara
Rigoletto Yngve Søberg
Gilda Giada Borrelli
Il Conte di Monterone Frank Schneiders
Il Conte di Ceprano Darwin Prakash
Matteo Borsa Philipp Kapeller
Gräfin Ceprano/Page Clara Nadeshdin
Maddalena Gala El Hadidi


Chor der Staatsoper Hannover,

Inhalt

Ein entstellter, zynischer Entertainer, dem Wohlwollen der Macht ausgeliefert, ein Vater, der seine heranwachsende Tochter panisch versteckt hält, ein gedemütigter Außenseiter, der in seiner Gier nach Rache die Tragödie auslöst, die seiner Tochter das Leben kosten wird – die Geschichte von Rigoletto, der seine Tochter Gilda vergeblich vor der Welt und einem aristokratischen Verführer zu verbergen versucht, gehört zu den großen Erzählungen des Musiktheaters.
Gilda ist dem verführerischen Herzog schon längst verfallen. Als dessen Handlanger sie entführen, sieht ihr Vater Rigoletto rot. Er bezahlt den Auftragsmörder Sparafucile dafür, den Herzog umzubringen, und plant mit Gilda die Stadt incognito zu verlassen. Doch Gilda widersetzt sich dem Willen ihres Vaters und kehrt zu dem Ort zurück, an dem der Herzog in der stürmischen Gewitternacht ermordet werden soll.
Seit der triumphalen Uraufführung des Rigoletto im Jahre 1851 am Teatro La Fenice in Venedig ist das Werk zu Recht kontinuierlich auf den Spielplänen der Opernhäuser. Verdis atemberaubende Komposition zeichnet die Figuren mit betörenden Gesangslinien und subtiler Orchestergestaltung: ein tiefgründiges Musikdrama mit psychologisch ausgefeilten Charakteren und Situationen.
So stellt auch Karsten Wiegands Inszenierung das innere Drama der Titelfigur heraus. Rigoletto wird zum belächelten Clown einer vergnügungssüchtigen und empathielosen Klasse degradiert, welche als Farce, als Karikatur ihrer selbst am Abgrund tanzt.