Oper

Don Giovanni

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Dramma giocoso in zwei Akten
Libretto von Lorenzo da Ponte

Opernhaus


3 Stunden 5 Minuten, eine Pause

Musikalische Leitung wird noch bekanntgegeben Inszenierung Benedikt von Peter Bühne Katrin Wittig Kostüme Geraldine Arnold Licht Susanne Reinhardt Video Bert Zander Live-Kamera Jonas Schmieta Chor Lorenzo Da Rio Dramaturgie Klaus Angermann, Regine Palmai Musiktheatervermittlung Eva-Maria Kösters

Don Giovanni Germán Olvera, Brian Davis Donna Anna Hailey Clark Don Ottavio Rupert Charlesworth Commendatore Daniel Eggert Donna Elvira Barno Ismatullaeva Leporello Shavleg Armasi, Richard Walshe Masetto Yannick Spanier Zerlina Nikki Treurniet

Chor der Staatsoper Hannover Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Inhalt

Eine Komödie, die in der Hölle endet – zwischen diesen Polen schwankt Mozarts Don Giovanni, das schillerndste, abgründigste und dunkelste seiner Bühnenwerke. Der Titelheld sucht Genuss ohne Reue und reagiert mit Mord und Totschlag, wenn ihn die Folgen seiner Taten einholen. Mal wird der spanische Grande als ein verbrecherischer Verführer ohne Gewissen verstanden, der vor nichts zurückschreckt, mal als die personifizierte Kraft menschlicher Leidenschaft, die „Genialität des Sinnlichen“. Wer aber ist dieser Giovanni wirklich, worin besteht seine sprichwörtliche Verführungskraft?

Benedikt von Peter stellt die Suche realer Menschen nach einem Phänomen in den Mittelpunkt seiner Inszenierung. Der Mythos Don Giovanni bleibt unfassbar, unsichtbar. Was wahrnehmbar ist, ist der Blick der Anderen auf den Verführer, die von ihm entfesselten Gefühle. Die Sucht nach Anerkennung, die Lust zur Hingabe, die vor allem den weiblichen Partien eingeschrieben ist, geraten so überdeutlich ins Licht. Ihre eigenen Wünsche, Sehnsüchte, Leidenschaften und Defizite treiben die Protagonist*innen auf dem Schlachtfeld der Geschlechter in ein kollektives Stalking. Unübertroffen gelingt Mozart die musikalische Differenzierung der reichen inneren Beweggründe seiner Figuren. Unter der Musikalischen Leitung des neuen 1. Kapellmeisters James Hendry zeigt das Ensemble der Staatsoper erneut seine Mozart-Qualitäten.

Pressestimmen

Neue Presse

Dem Regisseur Benedikt von Peter ist hier der derzeit aufregendste Don Giovanni der Republik gelungen.

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Deutlich wird, dass es von Peter gerade um dieses Spiel mit Nähe und Distanz geht. Er will das große Thema der Oper, das menschliche Begehren, in immer neuen Facetten beleuchten, will es intellektuell und emotional erfahrbar machen.