Operette

Die Fledermaus

Johann Strauß (1825 – 1899)
Komische Operette in drei Akten
Libretto von Richard Genée,
nach der Komödie Le Réveillon
von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
in der deutschen Bearbeitung von Karl Haffner

Opernhaus


In deutscher Sprache

2 Stunden 45 Minuten, eine Pause

Musikalische Leitung Cameron Burns
Inszenierung Martin G. Berger
Bühne Florian Parbs
Kostüme Susanne Hubrich
Videodesign Philipp Contag-Lada
Licht Peter Hörtner
Choreografie Katrin Helmerichs-Naujok
Choreinstudierung Lorenzo Da Rio
Dramaturgie Klaus Angermann / Julia Huebner
Musiktheatervermittlung Kirsten Corbett
Gabriel von Eisenstein Uwe Gottswinter
Rosalinde Astrid Kessler
Orlofsky Nina van Essen
Alfred Long Long
Falke James Newby
Blind Pawel Brozek
Adele Samantha Gaul
Frosch Steffen Scheumann
Ida Clara Nadeshdin


Chor der Staatsoper Hannover,

Inhalt

Die Wiener Operette schlechthin und der vielleicht aberwitzigste Spaß aus dem „Gefängnis der Bürgerlichkeit“, wo alles durcheinandergeht, aber nichts wirklich weh tut. Ganz nach dem Motto des zweiten Finales: „Für die Ewigkeit, immer so wie heut, wenn wir morgen noch dran denken.“ Die amourösen Verwirrspiele des vor lauter Verkleidungen und Camouflagen wirr gewordenen Personals können nur schiefgehen – und sie werden es, zur Freude des Publikums. Denn ein Teil des Witzes der hintersinnigen Handlung dieses Klassikers besteht darin, dass den Figuren die Zügel längst aus der Hand gerutscht sind – auch, weil sie zu beschäftigt waren, ihren Champagner nicht zu verschütten.
Das explosive Potential des Stücks wird in den Händen von Martin G. Berger auf die Spitze getrieben, der Political Correctness eine Absage erteilt und dem Operettengenre in der Textfassung des Regisseurs das Recht zurückgegeben, frivol und vor allem aktuell zu sein. Was hier unter der Oberfläche brodelt, ist die sexuelle Identität der Figuren. Das heißblütig herbeigewünschte Reich, in dem „König Champagner“ regiert, wäre folglich ein Ort, an dem alle er / sie / es selbst sein können.