Schauspiel

Digitale Bühne: ComingOut

Vor Sonnenaufgang von Sophie Blomen
Kriegsrahmen von María Giacaman

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Theaterzeit zu „ComingOut“

Inhalt

Wir machen Platz für die nächste Generation! Im Mai 2021 wird die Cumberlandsche Bühne zur Plattform für Abschlussarbeiten von Theater­ und Medienstudierenden. In einer einzigartigen Kooperation begleiten wir Studierende auf ihrem Weg in die Professionalität und wollen wissen: Worüber grübeln, woran forschen und proben die künftigen Theatermacher*innen? Wohin geht die Reise der Darstellenden und Medialen Künste?
ComingOut ist eine Kooperation zwischen dem Schauspiel Hannover, dem Theaterhaus Hildesheim und der Universität Hildesheim – Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur.

Die Preisträgerinnen:
Vor Sonnenaufgang von Sophie Blomen
Kriegsrahmen von María Giacaman

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Vor Sonnenaufgang
frei nach Gerhart Hauptmann


Ende des 19. Jahrhunderts denkt sich Gerhart Hauptmann die Figur Helene aus, um an ihr und ihrer Familie die Auswirkungen des gesteigerten Alkoholkonsums ihres Milieus zu erzählen. Er erschafft eine Figur, die daran leidet, Tochter eines Trinkers zu sein, deren Herz gebrochen wird und die es, bis zu ihrem Selbstmord, nicht schafft, sich von ihrem familiären Kontext zu emanzipieren.

Sophie Blomen, Vera Moré und Max Reiniger sprechen, umkreisen und durchkreuzen den dramatischen Text Hauptmanns. Sie erweitern ihn um ihre eigenen und imaginierten Perspektiven und schlagen für die Konstruktion der Helene mehr als eine einzelne Stimme vor. Helenes Geschichte steht so exemplarisch für Eine von Vielen. Die Inszenierung nutzt das Theater als Raum, in dem Identitäten, Schicksal und Wirklichkeit immer wieder neu verhandelt werden können.
Inhaltshinweis: Die Inszenierung thematisiert Alkoholismus und seine Folgen und den Tod.

Von Sophie Blomen (Idee und Produktion), Sophie Blomen, Vera Moré, Max Reiniger (Performance, Konzept, Text, Musik), Kristina Schmidt (Bühne und Kostüm), Leona Koldehoff (Dramaturgische Beratung)
Mit Unterstützung von Landesverband Freie Theater in Niedersachsen e.V.
Gefördert durch: Landschaftsverband Hildesheim, Heinrich Dammann Stiftung, Friedrich Stiftung, Friedrich Weinhagen Stiftung, StuPa Universität Hildesheim, BürgerStiftung Hildesheim, Studentenwerk OstNiedersachsen, Regionalrat Hildesheim.


Kriegsrahmen

Wie entsteht Krieg in unseren Köpfen? Wie werden soziale Konflikte dargestellt? Und was macht es mit uns, das Leiden anderer zu betrachten?

Eine Performerin, eine Sprecherin und drei Techniker*innen befinden sich auf der Bühne, um 32 ikonische Fotografien von Kriegen und Konflikten der Welt zu reinszenieren. Jedes Bild entspricht einem Ereignis zwischen den Jahren 1989 und 2021 – ab dem Geburtsjahr der Performerin bis heute. Durch Licht, Sound, Audiodeskriptionen und den Körper der Performerin verwandelt sich die Bühne in ein Labor, in dem die Fotografien hinterfragt und dekonstruiert werden. Die Performance ist ein Ritual, bei dem die Gesten der Performerin auf vergangene Kriege und Konflikte verweisen und lädt so die Zuschauenden zu einer sinnlichen Erfahrung ein.

Eine szenische Forschung in Kompliz:innenschaft von María Giacaman (Regie), Ignacia González (Performance), Friederike Hänsel (Licht und Projektionen), Szerafina Schiesser (Sounddesign und Stimme), Juan Giacaman (Sounddesign und Tontechnik), Linda Bühlmann (Szenographie), Miriam Bini Schmidt (Dramaturgie), Carina Kluge (Produktion), Carolin Kister (Vorproduktion).

Mit der Unterstützung vom Landesverband Freie Theater in Niedersachsen. Gefördert durch: Goethe-Institut Chile, Erhard-Friedrich Stiftung, Friedrich Weinhagen Stiftung, Landschaftsverband Hildesheim und dem Studierendenparlament der Stiftung Universität Hildesheim.