Passionen

Gespräche & mehr zu The Greek Passion

 

Können Gedichte, Bilder oder Musik trösten? Hilft kollektives Erleben? Muss man Leid erfahren haben, um es nachfühlen zu können? Müssen menschliche Katastrophen die zivilisierte Welt nicht verändern?

 

In unserer ersten Spielzeit in Hannover 2019/20 hatten wir einen Themenschwerpunkt mit Gesprächen geplant, die immer noch wichtig und der Diskussion würdig sind. Anhand der Premiere von The Greek Passion wollen wir uns mit diesen Themen und Gefühlen beschäftigen, die eine Gesellschaft verbinden oder trennen. Kann das Theater mit seiner Idee der Katharsis, der seelischen Läuterung, durch symbolisches Darstellen von Trauer, Schmerz und Bedrängnis diese beherrschbar machen? Darf das Theater menschliches Leid in schöner Musik und ästhetischen Bildern darstellen, ohne respektlos zu sein? Der Umgang mit dem Leid anderer ist Maßstab für unser persönliches und gesellschaftliches Wertesystem.

 

In einem Operngottesdienst nähert sich Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr zusammen mit Solist:innen und Musiker:innen aus The Greek Passion der Frage, wie nah sich Theater und Glauben im Leben kommen. Wir laden dazu ein, Gefühle und Meinungen zu teilen und mitzuteilen. In einem Panel-Talk vertiefen Expert:innen die Fragen aus fachlichen und persönlichen Erfahrungsperspektiven. Eine kleine Reihe im Lodderbast-Kino mit ausgewählten Filmen und Einführungen begleitet das Programm im Opernhaus.