Theatermuseum

Herzlich Willkommen im theatermuseumhannover!  

 

"Alle Erinnerung ist Gegenwart." Novalis

 

Hannovers Adresse für lebendige Theatergeschichte. Drei Etagen bieten Platz für wechselnde Sonderausstellungen, die sich Themen und Protagonisten rund um die darstellenden Künste auf kreative Weise annähern. Lesungen, Konzerte und Kindertheater sorgen darüber hinaus für ein abwechslungsreiches Programm. Besuchen Sie uns in der Prinzenstraße, direkt im Schauspielhaus! 

 

 

 

 

Sonderausstellungen 2. März bis 21. Mai 2017

 

KURT SCHWITTERS UND DIE STÄDTISCHEN BÜHNEN HANNOVER. 1929 bis 1933

 

DER FILMSCHAUSPIELER DIETER BORSCHE ALS BALLETTTÄNZER BEI YVONNE GEORGI. Hannover 1930 bis 1935

 

DIE PHOTOGRAPHIN ROSEMARIE CLAUSEN.20 Schauspielerporträts

 

 

 

»Kunst ist ein Urbegriff, erhaben wie die Gottheit,unerklärlich wie das Leben.« Kurt Schwitters

 

Liebe Besucher, liebe Freunde!

 

Erinnern Sie sich noch an den 15. Dezember 1928? Einen Samstag? Am Nachmittag dieses Tages radelt Kurt Schwitters durch die Georgstraße in Hannover. Er ist auf dem Weg nach Hause, in die Waldhausenstraße 5, zu seiner Frau Helma, die mit Fieber im Bett liegt. Auf der Höhe des Opernhauses begegnet ihm ein junger Mann. Er muss ihm ausweichen, ein kurzer Blick, dann radelt er weiter in den Stadtteil Waldhausen.

Der junge Mann heißt Dieter Borsche und kommt gerade von den letzten Proben aus der »Schule für Tanz« in der Bandelstraße 6, zweiter Stock. Die Tanzregisseurin Yvonne Georgi hat dort ein Jahr zuvor die Tanzschule mit Harald Kreutzberg eröffnet.

Am Bühneneingang des Opernhauses trifft der 19jährige den Bühnenbildner Kurt Söhnlein, der vor wenigen Wochen das Hausmuseum unter dem Dach des Opernhauses eingerichtet hat.

Auf dem Programm an diesem Abend steht zuerst die Märchenoper »Hänsel und Gretel«. Mathilde Schuh und Martha Saegling sind in den Titelpartien zu hören, Regie führt Bruno von Niessen. Im Anschluss ist die Neueinstudierung des pantomimischen Balletts »Die Puppenfee« von J. Hassreiter und F. Gaul zu sehen, mit der Musik von Joseph Bayer. Die Choreographie und Einstudierung hat Yvonne Georgi übernommen, für die Kostüme zeichnet Hermann Ebert verantwortlich, das Bühnenbild stammt von Kurt Söhnlein.

Dieter Borsche ist auf der Bühne des Opernhauses als Verkehrsschutzmann zu sehen - neben Harald Kreutzberg als Harlekin, Carl von Hacht als Ladenbesitzer und Ilke Schellenberg als Engländerin. Wie die Zeitungen später schreiben, ein großer Erfolg für das Haus und alle Mitwirkenden.

Nach Ende der Vorstellung um 22 ½ - wie der Theaterzettel vermerkt - trifft man sich noch in einer größeren Runde in gelöster Stimmung im Weinhaus Wolf in der Großen Aegidienstrasse 32, um bei Ernst Wolf und seiner Mutter den Abend ausklingen zu lassen.

Nur wenige Jahre später wird hier an einem Tisch in der hinteren Ecke ein anderer Gast seinen Schoppen deutschen Wein trinken: Gottfried Benn. Aber, das ist eine andere Geschichte.

 

In unseren nächsten Ausstellungen wollen wir von diesen zwei Persönlichkeiten erzählen, die gleichzeitig in Hannover gelebt und ganz unterschiedlich für die Städtischen Bühnen gewirkt haben: Von Kurt Schwitters als Gestalter der städtischen Drucksachen und von Dieter Borsche als Tänzer.

 

Es sei schon jetzt verraten, dass Prof. Ulrich Krempel – ehemaliger Direktor des Sprengel Museums - und der Saxofonist David Milzow mit einem szenischen Schwitters-Abend am 2. März 2017 die neuen Sonderausstellungen eröffnen werden! Der Vorverkauf beginnt Anfang Februar 2017.

Kulinarisch lassen wir uns für Sie vom Café »Anna Blume« unterstützen.

 

 

Nach einem sehr erfolgreichen Jahr mit den großen Ausstellungen über John Lennon und Heinrich George wünschen wir Ihnen jetzt erst einmal erholsame und ruhige Tage zwischen den Jahren und Ihnen und Ihren Familien die besten Wünsche für 2017!

 

 

Es grüßen Sie ganz herzlich aus der Prinzenstraße

 

Dr. Carsten Niemann, Myriam Pechan, Jutta Rawer und

das Team der Ehrenamtlichen: Heide-U. Ehlert, Marianne Horzella,Christa Huber, Vera Knobloch, Rudolf Linder, Ingrid Parenica, Michael Rieke, Jens Schmidt und Hans Simmon

 

 

 

 

 

 

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