Theatermuseum

Herzlich Willkommen!

 

»Alle Erinnerung ist Gegenwart.« Novalis

 

Hannovers Adresse für lebendige Theatergeschichte. Drei Etagen bieten Platz für wechselnde Sonder- und Kabinettausstellungen, die sich Themen und Protagonisten rund um die darstellenden Künste auf kreative Weise annähern. Vorträge, Lesungen, Konzerte und Kindertheater sorgen darüber hinaus für ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm.

Besuchen Sie uns in der Prinzenstraße, direkt im Schauspielhaus! 

 

 

 

 

 

Sonderausstellungen 2. März bis 21. Mai 2017

 

KURT SCHWITTERS UND DIE STÄDTISCHEN BÜHNEN HANNOVER. 1929 bis 1933

 

DER FILMSCHAUSPIELER DIETER BORSCHE ALS BALLETTTÄNZER BEI YVONNE GEORGI.

Hannover 1930 bis 1935

 

DIE PHOTOGRAPHIN ROSEMARIE CLAUSEN.

20 Schauspielerporträts

 

 

 

»Typographie kann unter Umständen Kunst sein.« K.S.

 

Liebe Besucher, liebe Freunde!

 

»Meinem lieben Sohn Dieter Borsche, Oberspielleiter am Stadttheater Zittau, war dies Buch zu Weihnachten 1944 zugedacht. Krieg und Bomben verhinderten die Übergabe zum Fest. Ob es je in seine Hände gelangen wird? Bad Salzdetfurth, April 1945, Willi Felix Borsche.«

Das Buch mit der Widmung seines Vaters hat Dieter Borsche dann doch erreicht und ist über ein Antiquariat an uns gelangt und ist jetzt ein Exponat unserer neuen Ausstellungen.

Die Familie Borsche ist eng mit der Stadt verbunden. Dieter Borsche ist in Hannover geboren, besucht hier die Schule und nimmt bei den beiden berühmten Tänzern Yvonne Georgi und Harald Kreutzberg Tanzunterricht. Nebenbei nimmt er erste Stunden in der Schauspielschule Blech. Sein Vater, Willi Felix Borsche, geboren 1878, ist von 1900 bis 1909 als Bratschist am Opernhaus engagiert und erhält bereits ab 1910 eine Pension, nachdem er nach einem Streit mit dem Kapellmeister Boris Bruck entlassen wird.

Der Name Dieter Borsche als Tänzer taucht zum ersten Mal 1928 in den Ballettprogrammen der Städtischen Bühnen Hannover auf. Mitte der 1930er Jahre wechselt er dann in seinem ersten Engagement als jugendlicher Liebhaber nach Weimar. Nicht einmal zwanzig Jahre später wird er 1951 und 1952 zum beliebtesten Filmschauspieler in Deutschland gewählt. Die beiden Bambis für diese Auszeichnungen hat uns seine Witwe, Ulla Willick, für die Kabinettausstellung zu Verfügung gestellt.

 

Auch in unserer großen neuen Sonderausstellung befragen wir unsere Sammlung nach Spuren einer anderen berühmten Persönlichkeit der Stadt Hannover, die zur gleichen Zeit wie Dieter Borsche hier gelebt und auf der Suche nach Material für seine Collagen durch die Stadt gestreift ist.

Kurt Schwitters ist Ende der 1920er Jahre damit beauftragt, für die Stadt Hannover alle amtlichen Drucksachen einheitlich zu gestalten. So also auch die Veröffentlichungen der Städtischen Bühnen.

Die Ausstellung zeigt aus der Sammlung des Theatermuseums die von ihm entworfenen Programmhefte, Briefbögen, Theaterzettel u.ä. und stellt sie gleichzeitig in die Tradition mit den Veröffentlichungen des Theaters in Hannover vor und nach seiner Zeit.

 

In unserer zweiten Kabinettausstellung stellen wir mit zwanzig Arbeiten eine der großen Theaterphotographinnen des letzten Jahrhunderts vor: Rosemarie Clausen (1907-1990).

Als Einzige darf sie Gustaf Gründgens während der Proben fotografieren, sogar aus dem zweiten Rang, was er sonst streng verboten hat. Sie verbringt mehr Zeit in den großen Theatern der Nachkriegszeit als mancher Regisseur. In unserer Ausstellung sind u.a. Porträts von Heinz Rühmann, Elisabeth Flickenschildt und Martin Held zu sehen.

 

Unsere drei neuen Ausstellungen möchten wir mit Ihnen an zwei besonderen Abenden eröffnen: Am 1. März 2017, um 18 Uhr, laden wir Sie zu einem Merz-Abendbrot in den Ausstellungsräumen ein. Der Schauspieler Carl-Ludwig Weinknecht wird als Kurt Schwitters durch den Abend führen. Für das leibliche Wohl sorgt das Kulturcafé Anna Blume, das seit April letzten Jahres am Stöckener Friedhof auf seiner Speisekarte und mit Veranstaltungen die Erinnerung an Kurt Schwitters wach hält. Da die Platzzahl begrenzt ist, möchten wir Sie bitten, rechtzeitig Karten (20 Euro) zu reservieren (0511-99991111), der Vorverkauf hat begonnen.

 

Einen Tag später, am 2. März 2017, um 19 Uhr, stellt unter dem Titel »Ein Abend für Schwitters« der ehemalige Direktor des Sprengel Museums, Prof. Ulrich Krempel, das Leben und Werk des berühmten Sohnes der Stadt vor, begleitet von dem Saxofonisten David Milzow.

 

Unser weiteres Programm, u.a. eine kleine Filmreihe zu Dieter Borsche und ein Vortrag von Werner Heine über Kurt Schwitters, finden Sie auf dem Theaterkalender und auf unserer Internetseite.

 

 

 

Es grüßen Sie ganz herzlich aus der Prinzenstraße

 

Dr. Carsten Niemann, Myriam Pechan, Jutta Rawer und

das Team der Ehrenamtlichen: Marianne Horzella, Christa Huber, Vera Knobloch, Rudolf Linder, Ingrid Parenica, Michael Rieke, Jens Schmidt und Hans Simmon

 

 

 

P.S. Gerne nehmen wir Sie in unseren Newsletter-Verteiler auf!