25. Bundestreffen Jugendclubs an Theatern

23. – 27. Oktober 2014

 

Das 25. Bundestreffen »Jugendclubs an Theatern« war ein Fest für die Sinne und Herzen. Über 120 spielwütige Jugendliche aus ganz Deutschland waren eingeladen, ihre Inszenierungen zu präsentieren, sich in verschiedenen Workshops zu professionalisieren und mit Gleichgesinnten über Taten und Gesehenes zu diskutieren. Und das haben sie getan. Die Vielfalt und Originalität der Jugendclubarbeit an deutschen Theatern zeigte sich nicht nur in den grandiosen Vorstellungen der Gäste, sondern ebenso deutlich in den Workshop-Präsentationen, den Open-Stage-Einlagen und den Aufführungsgesprächen.

 

Das war das Bundestreffen 2014

 

Die energetische Inszenierung »Kabale und Liebe« in der Regie von Yves Hinrichs vom Stellwerk Weimar wurde bereits mit dem Thüringer Theaterpreis 2014 ausgezeichnet und überzeugte mit ihrem kraftvollen chorischen Zugriff auch die Jury des Bundestreffens.

 

Die jungen Akteure des Theater Bremens waren mit ihrer Inszenierung »Kinder|SOLDATEN« zu sehen. In der Regie von Gernot Grünewald geben deutsche Kinder und Jugendliche auf der Bühne einen beklemmenden Einblick in die Welt etwa gleichaltriger afrikanischer Kindersoldaten, die nach Deutschland geflohen sind.

 

Das Junge Ensemble Stuttgart rückte mit der Eigenproduktion »Kohlhaas' Kinder« die Kinder des Roßhändlers Michael Kohlhaas in den Mittelpunkt. Die sich gegenüber ihren Mitschülern für die Taten des Vaters verantworten sollen.

Die Aktionistinnen des Maxim Gorki Theater Berlin begeisterten das Publikum mit ihrer Stückentwicklung »Kritische Masse«, die dem Festival gleich Namenspate stand. Schonungslos offen und unbeschreiblich weiblich hinterfragen sie die Rolle der Frau, die aktuellen Frauenbilder der Gesellschaft und skelettieren fremdgesteuerte Strukturen von den eigenen Ängsten und Wünschen.

 

Das Junge Schauspiel Frankfurt gräbt in der Produktion »All Inclusive« von Martina Droste und Chris Weinheimer gemeinsam mit 13 Jugendlichen, mit und ohne Behinderung, nach den Wurzeln der Gemeinschaft und setzt ein klares Statement, wie man die Hülse Inklusion mit Inhalten füllt.

 

Mit »Die endliche Geschichte« geht der Theaterjugendclub des Oldenburgischen Staatstheaters bezaubernd formal und melancholisch der Frage nach, was passiert, wenn einem jungen Menschen plötzlich nicht mehr alle Türen offen stehen.  Die gefeierte Abschlussproduktion überzeugte durch urkomische  Bilder und tieftraurige Momente.

 

Nicht von Jury des Bundestreffens gewählt, aber fester Programmpunkt war die Gastgeber-Produktion »Venus und Adonis«, vom Theaterjugendclub des Schauspiel Hannover sowie die »Gaza-Monologe« des Ashtar Theatre, Ramallah, die im Rahmen der KinderKulturKarawane den Weg in den Ballhof genommen hatten und die fünf Festivaltage international verabschiedeten.

 

 

Wir fanden es riesig! Für alle, die nicht dabei sein konnten, für alle, die sich mit uns mit erinnern möchten, haben wir in die Impressionen in einen ">Trailer verpackt. Viel Vergnügen. → 


 

 

"Der Wicht" unsere Festivalzeitschrift hat Kritiken zu allen Jugendclub Produktionen geschrieben. Hier sind sie alle gesammelt zu finden.

 

 

Mitveranstalter Bundesverband Theaterpädagogik e.V.

 

Mit freundlicher Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover, des Rotary Club Hannover-Leineschloss, des Deutschen Bühnenvereins und des Deutschen Bühnenvereins - Landesverband Nord