Der Freischütz

Oper von Carl Maria von Weber

Romantische Oper in drei Aufzügen (1821)

Libretto von Friedrich Kind

 

Auf dem Spieplan seit der Premiere der Inszenierung am 12. Dezember 2015

Wiederaufnahme | Einführung 19:00 | Di 06.03.18 | 19:30–22:15 | Opernhaus

Abonnement: Dienstag 9 (19:30 Uhr)

  • Eric Laporte, Eva Verena Müller
    © Thomas M. Jauk
  • Byung Kweon Jun (l.), Eric Laporte, Chor und Extrachor
    © Thomas M. Jauk
  • Tobias Schabel, Eric Laporte
    © Thomas M. Jauk
  • Eric Laporte, Chor und Extrachor
    © Thomas M. Jauk
  • Tobias Schabel, Eric Laporte
    © Thomas M. Jauk
  • Eric Laporte, Live-Kameramann, Tobias Schabel, Eva Verena Müller (Projektion)
    © Thomas M. Jauk
  • Stefan Adam, Eric Laporte, Michael Dries
    © Thomas M. Jauk
  • Kelly God
    © Thomas M. Jauk
  • Kelly God
    © Thomas M. Jauk
  • Eva Verena Müller
    © Thomas M. Jauk
  • Eva Verena Müller
    © Thomas M. Jauk
  • Tobias Schabel
    © Thomas M. Jauk
  • Ania Vegry
    © Thomas M. Jauk
  • Eric Laporte, Tobias Schabel (Projektion)
    © Thomas M. Jauk
  • Eric Laporte, Tobias Schabel, Eva Verena Müller (Projektion)
    © Thomas M. Jauk
  • Eric Laporte, Chor, Statisterie
    © Thomas M. Jauk

ZUM STÜCK

Max, einst ein erfolgreicher Jäger, hat das Jagdglück verlassen. Seit der Probeschuss näher rückt, durch den er seine geliebte Agathe gewinnen und außerdem noch sein Anrecht auf die Amtsnachfolge des Erbförsters behaupten soll, hat seine Zielsicherheit merklich nachgelassen– ein klassischer Fall von Versagensangst angesichts einer öffentlichen Prüfung, die nicht nur den fähigen Schützen, sondern auch den potenten Mann unter Beweis stellen soll. In solcher Not hilft nur schwarze Magie in Gestalt der treffsicheren Freikugeln, die der finstere Jägerbursche Kaspar Max in der Wolfsschlucht offeriert. Der Haken an der Sache liegt jedoch in der letzten Freikugel, die der »schwarze Jäger« Samiel nach seinem Gutdünken lenken kann. Und just diese ist es, die Max für den Probeschuss bleibt, und die eigentlich für Agathe gedacht war. Doch ein Eremit hat Agathe unter den Schutz des Himmels gestellt, und die Kugel trifft stattdessen Kaspar, der mit einem Fluch sein Leben aushaucht. Mit milder Autorität schafft der Eremit den Brauch des Probeschusses ab und ersetzt ihn durch ein Probejahr, in dem sich Max seiner Agathe würdig erweisen soll. Im Gegensatz zu seinem Protagonisten Max hat Carl Maria von Weber mit seinem Freischütz »ins Schwarze getroffen«, wie er 1821 nach der Berliner Uraufführung mit Genugtuung feststellte. In einer Zeit, in der in der preußischen Hauptstadt die italienische Oper, vertreten durch den königlichen Generalmusikdirektor Gaspare Spontini, quasi eine Monopolstellung hatte, wurde Webers Werk als Durchbruch einer genuin deutschen Oper gefeiert. Es wurde als zukunftweisender Grundstein für die weitere Entwicklung stilisiert, und Richard Wagner setzte ein entsprechendes Zeichen, als er 18 Jahre nach Webers Tod die Überführung von dessen sterblichen Überresten von London nach Dresden veranlasste. Seither gilt »Der Freischütz« als »deutsche Nationaloper« schlechthin, mit den entsprechenden Attributen des deutschen Waldes, biedermeierlicher Idylle und stimmungsvoller Schauerromantik. Doch bei genauerer Betrachtung erweist sich, dass diese Oper weit mehr ist als die Klischees, die ihr anhaften. Schon Weber selbst hat darauf hingewiesen, dass der Satz »Mich umgarnen finstere Mächte« zentrale Bedeutung sowohl für die Atmosphäre der Handlung als auch für den Klangcharakter der Musik besitzt. Die Welt des Freischütz ist keine intakte, und schon gar keine idyllische; hinter der bürgerlichen Fassade tut sich ein schrecklicher Abgrund auf, gesellschaftliche Zwänge geraten in unauflösbaren Konflikt mit individueller Glückssuche, und die Emphase der versöhnlichen Ansprache des Eremiten am Schluss der Oper deutet allenfalls darauf hin, dass die Angst auch nach dem scheinbar glücklichen Ende der stetige Begleiter dieser Gesellschaft bleiben wird, die eben deshalb solch frommer Predigten bedarf.

ZUR INSZENIERUNG

 

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Montage der Attraktionen wozu-die-oper.de, 17.12.15
mehr
SS-Leute in Strapsen und ein Weihnachtsmann Süddeutsche Zeitung, 18.12.15
mehr
Fazit - Deutschlandradio Kultur Deutschlandradio Kultur, 14.12.15
mehr
German Horror Picture Show DIE WELT, 14.12.15
mehr
Feuer frei! Hannoversche Allgemeine Zeitung, 14.12.15
mehr
Der Pegida-"Freischütz" Neue Presse Hannover, 14.12.15
mehr

TERMINE & KARTEN

Termine

06.03.18Di 19:30Karten
16.03.18Fr 19:30Karten
25.03.18So 16:00Karten
20.04.18Fr 19:30Karten
01.05.18Di 18:30Karten

VIDEO

Video

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Valtteri Rauhalammi
Inszenierung
Kay Voges
Bühne
Daniel Roskamp
Kostüme
Mona Ulrich
Kostüm-Mitarbeit
Theresa Mielich
Licht
Susanne Reinhardt
Video
Voxi Bärenklau
Livebildschnitt
Lennart Laberenz
Kamera
Vlad Margulis /
Jan Voges
Choreinstudierung
Lorenzo Da Rio
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Max
Eric Laporte
Agathe
Rebecca Davis
Ännchen
Athanasia Zöhrer
Kaspar
Tobias Schabel
Ottokar
Matthias Winckhler
Kuno
Michael Dries
Eremit
Daniel Eggert
Kilian
Uwe Gottswinter /
Byung Kweon Jun
Samiel
Eva Verena Müller

Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab 16 Jahren

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

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