Wilhelm Tell*

Oper von Gioachino Rossini (konzertante Aufführung)

Oper in drei Akten (1831)
Text von Étienne de Jouy und Hippolyte Louis Florent Bis nach Friedrich Schillers »Wilhelm Tell« (1804) und der Erzählung »Guillaume Tell ou La Suisse libre« (1800) von Jean-Pierre Claris Florian
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere der konzertanten Aufführung am 31. Oktober 2017

Premiere | anschl. Premierenfeier im Foyer | Di 31.10.17 | 18:30 | Opernhaus

Abonnement: Große Gefühle

  • Wilhelm Tell
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture

ZUM STÜCK

Apfelschuss und Rütlischwur mag man als Erstes mit dem legendären Schweizer Nationalhelden assoziieren, der sich gegen die Habsburger zur Wehr setzte und für die Unabhängigkeit der späteren Eidgenossenschaft eintrat. Tatsächlich nimmt Rossinis Vertonung der Tell-Geschichte, die sich aus Vaterlandsliebe, Freiheitsgedanken und Naturidyll speist, eine musikhistorische Sonderstellung ein: schenkt man einer Anekdote Glauben, so haben sowohl Giacomo Meyerbeer als auch Giuseppe Verdi ihre jeweilige Ausgabe der epochalen Partitur stets mit sich geführt – steckte diese doch voller musikdramatischer Novitäten.

In diesem im Stil der Grand opéra komponierten Werk griff Rossini mit dem 1291 geleisteten Schwur der Vertreter der drei Ur-Kantone (Uri, Schwyz und Unterwalden) eine historische Begebenheit auf, die auch schon bei Friedrich Schiller mit der Legende des Armbrustschützen verwoben ist. Im Gegensatz zu Schillers Drama erweist sich Rossinis Tell als eine von Beginn an politische Figur; bereits im ersten der zahlreichen überwältigenden Chortableaus nimmt er die Außenseiterposition ein, drückt seine Sorge um das Wohl seiner Heimat aus, während das Volk munter feiert. Selbstverständlich eint der sichere Schütze im Verlauf des Stücks die Massen, die seinem Aufruf zum Aufruhr gegen die Besatzer zunächst teils zögerlich, teils ängstlich, aber am Ende fest entschlossen Folge leisten und mutig für den Befreiungsschlag zur Waffe greifen.

Als Handlungsträger stattete Rossini den im Laufe des Stücks in Aktion tretenden Chor mit einer mitreißenden Musik aus, die in ihrer Wirkung dem berühmten Galopp der Ouvertüre in nichts nachsteht. Um das passende Lokalkolorit der Schweizer Bergwelt einzufangen, ließ sich Rossini von den sogenannten »ranz des vaches« inspirieren; die traditionellerweise von Kuhhirten gesungenen Melodien sind bei ihm Inbegriff des gefährdeten Heimatidylls und stehen im scharfen Kontrast zu den leitmotivisch eingesetzten Hornfanfaren des verhassten Landvogts Gessler. Konsequent verfolgte Rossini das dramaturgische Prinzip, die politischen Missstände in der Natur zu spiegeln: So tost ein Gewittersturm eindrucksvoll über den Vierwaldstätter See, als der gefangene Tell zu seiner Exekution gebracht werden soll. Nachdem der spätere Nationalheld den Tyrannen Gessler erschossen hat, legt sich auch das Unwetter und der See erstrahlt in friedlichem Glanz. Stürmisch wurde auch die Uraufführung in Paris begangen – das Publikum spendete enthusiastisch Beifall.

TERMINE & KARTEN

Termine

31.10.17Di 18:30Karten
12.11.17So 18:30Karten
17.11.17Fr 19:30Karten
03.12.17So 16:00Karten
06.01.18Sa 19:30Karten

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Alessandro De Marchi
Choreinstudierung
Lorenzo Da Rio
Licht
Holger Klede
Dramaturgie
Steffi Mieszkowski

Besetzung

Besetzung

Wilhelm Tell
Stefan Adam
Arnold
Sung-Keun Park
Walter
Tobias Schabel
Melcthal
Michael Dries
Jemmy
Ania Vegry
Gessler
Shavleg Armasi
Rodolphe
Edward Mout
Ruodi (Pêcheur)
Pawel Brozek
Leuthold
Daniel Eggert
Mathilde
Dorothea Maria Marx
Hedwig
Monika Walerowicz
Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

Theaterpädagogische Angebote

Produktion empfohlen ab Klasse 11

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

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* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln