Die Macht des Schicksals*

Oper von Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten (1862 / 1869)

Libretto von Francesco Maria Piave und Antonio Ghislanzoni nach dem Drama »Don Álvaro o La Fuerza del sino« von Ángel de Saavedra

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Premiere der Inszenierung am 30. Januar 2016

Wiederaufnahme | Einführung 19:00 | Fr 09.06.17 | 19:30–22:45 | Opernhaus

Abonnement: Genießer-Abo

  • Xavier Moreno und Brian Davis
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Don Carlo, l.), Monika Walerowicz (Preziosilla, Mitte), Ensemble
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Leonora)
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Leonora)
    © Jörg Landsberg
  • Xavier Moreno (Alvaro)
    © Jörg Landsberg
  • Xavier Moreno (Alvaro, l.), Brian Davis (Don Carlo)
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Leonora), Xavier Moreno (Alvaro)
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Preziosilla), Karel Martin Ludvik (Fra Melitone), Chor und Extrachor, Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Don Carlo)
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Don Carlo, l.), Xavier Moreno (Alvaro), Mohsen Rashidkhan (Ein Chirurg), Chor, Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Shavleg Armasi (Padre Guardiano), Brigitte Hahn (Leonora)
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Leonora)
    © Jörg Landsberg
  • Monika Walerowicz (Preziosilla), Chor und Extrachor, Statisterie
    © Jörg Landsberg
  • Xavier Moreno (Alvaro, l.), Michael Dries (Marchese di Calatrava)
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Leonora), Xavier Moreno (Alvaro)
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Leonora), Statistin, Michael Dries (Marchese di Calatrava)
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Leonora)
    © Jörg Landsberg
  • Karel Martin Ludvik (Fra Melitone), Chor und Extrachor
    © Jörg Landsberg
  • Xavier Moreno (Alvaro, l.), Brian Davis (Don Carlo)
    © Jörg Landsberg

ZUM STÜCK

Es ist vielleicht nur ein unglücklicher Zufall, der drei Menschen in einen zer­störerischen Kampf treibt, der ihre Träume von Liebe, Freundschaft und Frieden zunichte macht. Andererseits ist der Auslöser des Geschehens die unerbitt­liche Konsequenz eines Beziehungsgeflechts, das von Beginn an von dem Konflikt zwischen politischer Macht und rebellischem Außenseitertum, zwischen der Wahrung der Familienehre und indi­viduellen Gefühlen gezeichnet ist. Die Macht des Schicksals ist allgegenwärtig; das Unwahrscheinliche geschieht und treibt die Menschen wider Willen in eine tödliche Konfrontation.

Don Alvaro, ein Fremdling, plant mit Leonora, der Tochter des Marchese di Calatrava, die Flucht, weil sich der Vater dieser Liaison entgegenstellt. In der nächtlichen Konfrontation löst sich aus Alvaros weggeworfener Pistole ungewollt ein Schuss und tötet den Marchese – der Beginn einer absurden Irrfahrt, in dem jeder in der Verquickung von Liebessehnsucht und Rachedurst den anderen sucht und nicht findet. Die Liebenden haben sich nach dem Unglück aus den Augen verloren: Leonora ist in Männerkleidern in einem Kloster unter­getaucht, Alvaro sucht im Krieg Vergessen. Dort rettet er Leonoras Bruder Don Carlo das Leben, der auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters ist. Die Männer erkennen sich zunächst nicht und schlie­ßen ewige Freundschaft. Erst als Carlo wiederum durch einen Zufall die Identi­tät seines Freundes entdeckt, bricht die alte Gegnerschaft wieder auf. Alvaro zieht sich nach einem Zweikampf just in das Kloster zurück, in dem auch Leonora Zuflucht gefunden hat, und dort kommt es zur endgültigen Katastrophe: Carlo hat seinen Feind aufgespürt, fordert ihn zum Kampf heraus und wird tödlich verletzt. Als die von Alvaro totgeglaubte Leonora überraschend hinzutritt, tötet Carlo im Sterben schließlich auch seine Schwester.

Man hat Verdis Oper »Die Macht des Schicksals« oft den Vorwurf gemacht, die Handlung sei überladen und krude, und tatsächlich ist der Geschichte nach dem 1835 uraufgeführten Drama »Don Álvaro o La Fuerza del sino« des spa­nischen Dichters Ángel de Saavedra eine gewisse Unübersichtlichkeit nicht abzu­sprechen. Und dennoch findet Verdi in dem bunten Kaleidoskop auseinander strebender Situationen und unwahr­scheinlicher Zufälle zu einem stimmigen Ganzen, indem er im Sinne eines Ideen­dramas die individuellen Schicksale einbettet in einen gesellschaftlichen Kontext, der geprägt ist vom Wahnsinn des Krieges, von politischer Gewalt und der Diskriminierung des Fremden. Gera­de in der Balance der von Massenhyste­rie aufgeladenen Tableaus und Szenen von großer Intimität erreicht Verdis Oper, die auch musikalisch zu seinen schöns­ten Schöpfungen zählt, ihre beklem­mende Intensität.

ZUR INSZENIERUNG

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Staatsoper Hannover

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Verdi, Macht und Schicksal Neue Presse Hannover, 01.02.16
mehr
Das Endspiel Hannoversche Allgemeine Zeitung, 01.02.16
mehr
Ein Schuss verändert alles NDR Kultur, 31.01.16
mehr

VIDEO

Video

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Gregor Bühl
Inszenierung
Frank Hilbrich
Bühne
Volker Thiele
Kostüme
Gabriele Rupprecht
Licht
Susanne Reinhardt
Ton
Christoph Schütz
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Marchese von Calatrava
Michael Dries
Leonora di Vargas
Brigitte Hahn
Don Carlo di Vargas
Brian Davis
Alvaro
Xavier Moreno
Preziosilla
Khatuna Mikaberidze
Pater Guardiano
Shavleg Armasi
Fra Melitone
Karel Martin Ludvik
Curra
Marlene Gaßner
Alcalde
Daniel Eggert
Mastro Trabuco
Gevorg Aperánts Hakobjan
Ein Chirurg
Marek Durka

Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Statisterie Statisterie der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

Theaterpädagogische Angebote

Produktion empfohlen ab Klasse 11

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

Musiktheaterpädagogische Angebote für Lehrer erhalten Sie unter kirsten.corbett@staatstheater-hannover.de oder Telefon (0511) 9999 1083.

* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln