Carmen*

Oper von Georges Bizet

Opéra en quatre actes (1875)

Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

nach der gleichnamigen Novelle (1845) von Prosper Mérimée

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Auf dem Spielplan seit der Premiere der Inszenierung am 26. April 2008

Mi 08.02.17 | 19:30–22:15 | Opernhaus

Abonnement: Mittwoch 9 (19:30 Uhr) | Big Mix Oper

  • Brian Davis (Escamillo), Khatuna Mikaberidze (Carmen)
    © Thomas M. Jauk
  • Arantxa Armentia (Micaëla), Herrenchor
    © Thomas M. Jauk
  • Khatuna Mikaberidze (Carmen), Pedro Velázquez Díaz
    © Thomas M. Jauk
  • Barbara Senator (Mercédès), Khatuna Mikaberidze (Carmen), Shavleg Armasi (Zuniga), Ina Yoshikawa (Frasquita)
    © Thomas M. Jauk

ZUM STÜCK

Wir alle glauben sie zu kennen, Carmen, eine der faszinierendsten Frauen der Opernliteratur. Doch wer ist diese Carmen eigentlich? Eine femme fatale? Eine Anarchistin? Was macht sie so anziehend? Ist es ihre Sinnlichkeit, ihre Kompromisslosigkeit, ihre Emanzipiertheit, ihr grenzenloser Freiheitsdrang? Oder ist sie, die die Freiheit zu verkörpern scheint, nicht vielleicht selbst eine Unfreie, eine Getriebene, die letztendlich nur eines sucht: den Tod? Carmen verführt den Sergeant José, der durch sie der Enge seines bürgerlichen Lebens entkommen will. Er folgt ihr ins Ungewisse, ins Schmugglerleben – ohne in der Lage zu sein, Carmens Leben wirklich zu teilen. Zwei Welten, zwei unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und von Leben prallen aufeinander. Schon nach kurzer Zeit verliert Carmen das Interesse an José und wendet sich dem Torero Escamillo zu. Doch José ist nicht bereit, Carmen freizugeben. Rasend vor Eifersucht tötet er sie: Wenn nicht er, so soll auch kein anderer Carmen besitzen.

 

Auf der Grundlage von Prosper Mérimées 1845 entstandener gleichnamiger Novelle schrieb Georges Bizet 1872 eine Oper, die noch ganz dem Genre der opéra comique verpflichtet war und dennoch bereits weit darüber hinaus wies. Als ungewöhnlich für die Gattung der opéra comique erwies sich der tragische, schonungslose Schluss der Handlung, ungewöhnlich war auch die Behandlung des Orchesters, die den Komponisten in den Verruf eines Wagnerianers brachte. Und tatsächlich beschränkte Bizet sich nicht auf die Kolorierung seiner Musik durch spanisch-folkloristische Elemente wie Habañera und Seguidilla, sondern entwickelte einen dichten musikalischen Realismus, um einzelne Figuren zu charakterisieren und die scharfe Konfrontation von Mann und Frau herauszuschälen. Dieser radikale Realismus war einer der Gründe für die herbe Ablehnung des Werks bei der Uraufführung 1875. Ähnlich wie 1853 bei Verdis »La traviata« empörte man sich darüber, dass eine »amoralische« Frau und ein am Rande der Gesellschaft angesiedeltes Milieu im Zentrum einer Oper standen. Erst 1883, sieben Jahre nach Bizets Tod, fand seine »Carmen« eine zweite, umjubelte Aufführung – ein Erfolg, der bis heute ungebrochen ist.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Gefangene der Gefühle Hannoversche Allgemeine Zeitung, 28.04.2008
mehr
Bizets "Carmen in der Staatsoper Hannover NDR Info, 27.04.2008
mehr
"Carmen" an der Staatsoper Hannover NDR Kultur, 27.04.2008
mehr
Carmen schön scharf Neue Presse, 28.04.2008
mehr
Der subtilen Stimme erlegen Weser Kurier, 02.05.2008
mehr

VIDEO

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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Valtteri Rauhalammi
Inszenierung
Monique Wagemakers
Bühnenbild
John Otto
Kostüme
Rien Bekkers
Licht
Susanne Reinhardt
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Dramaturgie
Sylvia Roth

Besetzung

Besetzung

Carmen
Monika Walerowicz
Don José
Xavier Moreno
Micaela
Sara Eterno
Escamillo
Brian Davis
Frasquita
Stella Motina
Mercédès
Hanna Larissa Naujoks
Dancairo
Byung Kweon Jun
Remendado
Gevorg Aperánts Hakobjan
Zuniga
Daniel Eggert
Moralès
Matthias Winckhler

Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Kinderchor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 9

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

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* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln