Tosca*

Oper von Giacomo Puccini

Oper in drei Akten (1900)

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

nach dem Schauspiel »La Tosca« von Victorien Sardou (1887)

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Auf dem Spielplan seit der Premiere der Inszenierung am 2. Oktober 2014

zum letzten Mal in dieser Spielzeit! | Fr 25.11.16 | 19:30–21:45 | Opernhaus

Abonnement: Freitag 4 (19:30 Uhr)

  • Brian Davis (Baron Scarpia), Brigitte Hahn (Floria Tosca)
    © Jörg Landsberg
  • Daniel Eggert (Mesner/Sciarrone), Rafael Rojas (Mario Cavaradossi)
    © Jörg Landsberg
  • Rafael Rojas (Mario Cavaradossi), Brigitte Hahn (Floria Tosca)
    © Jörg Landsberg
  • Rafael Rojas (Mario Cavaradossi), Michael Dries (Angelotti)
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Baron Scarpia), Stella Motina (Marchesa Attavanti), Statisten der Staatsoper Hannover
    © Jörg Landsberg
  • Ivan Turšić (Spoletta), Rafael Rojas (Mario Cavaradossi), Brian Davis (Baron Scarpia)
    © Jörg Landsberg
  • Rafal Rojas (Mario Cavaradossi), Brigitte Hahn (Floria Tosca), Brian Davis (Baron Scarpia)
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Baron Scarpia), Brigitte Hahn (Floria Tosca)
    © Jörg Landsberg
  • Rafael Rojas (Mario Cavaradossi)
    © Jörg Landsberg
  • Brigitte Hahn (Floria Tosca), Rafael Rojas (Mario Cavaradossi)
    © Jörg Landsberg
  • Rafael Rojas (Mario Cavaradossi)
    © Jörg Landsberg
  • Brian Davis (Baron Scarpia), Brigitte Hahn (Floria Tosca)
    © Thomas M. Jauk
  • Brian Davis (Baron Scarpia), Chor und Statisterie
    © Thomas M. Jauk
  • Rafal Rojas (Mario Cavaradossi), Brigitte Hahn (Floria Tosca), Brian Davis (Baron Scarpia)
    © Thomas M. Jauk
  • Ivan Turšić (Spoletta), Rafael Rojas (Mario Cavaradossi), Daniel Eggert (Mesner/Sciarrone)
    © Thomas M. Jauk

ZUM STÜCK

»Tosca« ist Puccinis dramatischstes und erbarmungslosestes Werk. In der vor dem Hintergrund des napoleonischen Krieges in Italien spielenden Geschichte um eine Sängerin, die aus Liebe ungewollt zur Widerstandskämpferin wird und sich dem politischen Machtapparat entgegenstellt, bricht die Realität brutal in die Kunstwelt ein, bricht deren Harmonie auf und erschüttert den Traum von Schönheit. Puccini schont dabei weder seine Heldin noch die Gattung Oper.

Schon die Tatsache, dass die Titelfigur eine Sängerin ist, die ihr Leben der Kunst weiht und in politischen Dingen von erschreckender Naivität ist, für die der Schein der Bühne zunächst realer ist als staatliche Gewalt – schon dies zeigt, dass hier die Welt der Oper selbst auf dem Prüfstand steht, ja mehr noch: dass in einer veränderten Wirklichkeit das Schönheitsideal des traditionellen Operngesangs brüchig geworden ist und in Gestalt der Hauptfigur allenfalls herbeizitiert werden kann. Und so kennt diese Oper am Beginn des 20. Jahrhunderts den schönen Moment des Innehaltens nur noch als irrealen. Musikalisch zeigen dies die wenigen »Arien« des Werkes, die zumeist von Störungen durchzogen oder abrupt unterbrochen werden und sich in ihrer Kürze dem unerbittlichen Handlungsablauf geradezu entgegenzustemmen scheinen – wie das verzweifelte Auswerfen eines Ankers, der dennoch keinen Halt mehr findet. Puccini, der 1889 den Stoff durch das Schauspiel von Victorien Sardou kennengelernt hatte –  mit der legendären Sarah Bernhardt in der Titelrolle –, fühlte sich sofort von »La Tosca« herausgefordert, in der er die Oper erahnte, die ihm »auf den Leib geschrieben« ist. Freilich vergingen einige Jahre, bis Puccini das Werk in Angriff nahm, und er tat dies nicht zuletzt deshalb, weil auch der alte Verdi das Stück als idealen Opernstoff pries, den er am liebsten selbst vertont hätte.

Die Uraufführung der Oper am 14. Januar 1900 in Rom verlief allerdings turbulent. Schon im Vorfeld munkelte man angesichts der labilen politischen Lage in Italien von zu erwartenden Anschlägen, und so war die Stimmung entsprechend angespannt. Zwar ging dann doch keine Bombe hoch, aber umso lauter artikulierten sich die ästhetischen Einwände. Kaum eine andere Oper Puccinis musste sich solche Kritik gefallen lassen. Tosca wurde geradezu als Verrat am Lyrismus der Bohème empfunden. Der Erfolg aber war nicht aufzuhalten. Denn Puccini führt Historienstück, Schauerdrama und Psychothriller zur Einheit. Die Explosivität, die ungeschminkte Expressivität, aber auch die Momente einer sehr gefährdeten Innerlichkeit haben gerade in ihrer Brechung nichts von ihrer faszinierenden Kraft verloren.

ZUR INSZENIERUNG

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Staatsoper Hannover

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Puccinis »Tosca« feiert Premiere Hannoversche Allgemeine Zeitung, 03.10.14
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Der Tenor auf der Folter Braunschweiger Zeitung, 28.10.2014
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Tosca Das Opernglas, 12.12.2014
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Beifall und Buhs für perfekt inszenierten Puccini in der Staatsoper Neue Presse, 04.10.2014
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Wucht und Deutlichkeit Opernwelt, November 2014
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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Mark Rohde
Inszenierung, Bühne und Kostüme
Alexandra Szemerédy /
Magdolna Parditka
Licht
Susanne Reinhardt
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Floria Tosca
Karine Babajanyan
Mario Cavaradossi
Xavier Moreno
Baron Scarpia
Brian Davis
Spoletta
Gevorg Aperánts Hakobjan
Angelotti
Shavleg Armasi
Mesner/Sciarrone
Martin Busen
Schließer
Jan Szurgot

Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Kinderchor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 9

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

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* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln