Oster-Tanz-Tage 2017

11. bis 17. April 2017 im Opernhaus

 

»Urbanität im Wandel« könnte man den Oster-Tanz-Tagen 2017 als Motto voranstellen. Wie jedes Jahr zu Ostern sind auch diesmal wieder internationale Tanzkompanien zu Gast in der Staatsoper, und selbstverständlich präsentiert sich auch das gastgebende Ballett der Staatsoper mit einer eigenen Produktion, diesmal mit Jörg Mannes’ gefeierter Choreographie »Gefährliche Liebschaften« nach dem berühmten Roman von Choderlos de Laclos.

 

Den Flyer können Sie hier downloaden.

 

 

 

Sao Paulo Dance Company

»The Season« Choreographie von Édouard Lock

»Céu cinzento« Choreographie von Clébio Oliveira

»GNAWA« Choreographie von Nacho Duato

Dienstag, 11. April 2017 um 19:30 Uhr

 

Aus einer Mega-City kommt die noch ganz junge, aber bereits international erfolgreiche São Paulo Dance Company. Das Ensemble, geprägt von typisch brasilianischer Energie und Lebensfreude, zählt bereits heute zu den bedeutendsten Tanzgruppen Lateinamerikas und wurde im Januar 2008 vom São Paulo State Department of Culture gegründet; Künstlerische Leiterin ist Inês Bogéa. Tourneen führten nach Europa und Südamerika, die Kompanie hat inzwischen über 400 Vorstellungen in mehr als 60 Städten absolviert. Die São Paulo Dance Company zeigt sowohl klassisches als auch modernes internationales Repertoire, darunter 18 Kreationen sowie Choreographien so bedeutender Tanzschöpfer wie George Balanchine, John Cranko oder William Forsythe. Das Ensemble ist ein Anziehungspunkt für ganz unterschiedliche Künstler – Choreographen, Lichtdesigner, Photographen, Gastdozenten, Autoren, Zeichner, Musiker, Kostümdesigner und andere – so dass man von einem interdisziplinären brasilianischen Tanzprojekt sprechen
kann.

 

 

 

DorkyPark

»Megalopolis« Choreographie von Constanza Macras

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Theaterpreis

Donnerstag, 13. April 2017 um 19:30 Uhr

 

Aus Argentinien stammt die Choreographin Constanza Macras, die nach der Ausbildung in ihrem Heimatland und in Amsterdam Mitte der 1990er Jahre nach Berlin kam, dort in verschiedenen freien Gruppen tanzte und schließlich zu choreographieren begann. Mit ihrer internationalen Company Dorky Park wird sie inzwischen weltweit gefeiert und gastiert in den wichtigsten Tanzzentren. Nun ist ihre Choreographie »Megalopolis« auch in Hannover zu sehen. »Megalopolis« steht für die ungebremste Megastadt, die zerfällt und wuchert, die sich verdichtet und immer wieder neue zersprengte Zentren bildet. Wie verändert sich das Leben, wenn die Grenzen zwischen privatem und öffentlichen Leben im Stadtraum verschwimmen und wie bewegt man sich durch das Chaos dieses Raumes? Macras und ihr Ensemble erschaffen einen Tanztheaterabend, der aus der permanenten Überforderung der Megastadt und den biographischen Splittern ihrer Bewohner einen ganz eigenen dynamischen Sog erzeugt.

 

 

 

Le Centre Chorégraphique National de la Rochelle / Cie Accrorap

»OPUS 14« Choreographie von Kader Attou

Karsamstag, 15. April 2017 um 19:30 Uhr


Eine ganz andere Form von Urbanität – als Ausdrucksform von Street Culture – präsentiert der französische Choreograph Kader Attou mit seiner Compagnie Accrorap, die er 1989 im Alter von 15 Jahren gründete. Attou hat seine Wurzeln im Hip-Hop und ist heute Leiter des Centre chorégraphique von La Rochelle. Sein Werk zeichnet sich durch eine große Offenheit aus: für fremde Kulturen und die unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksformen. In »Opus 14« lotet er gemeinsam mit 16 Hip-Hop-Tänzerinnen und -Tänzern das für den Hip-Hop typische Spannungsfeld zwischen Individualität und Kollektiv, Singularität und Solidarität aus. »Opus 14« wurde im September 2014 bei der Biennale de la Danse in Lyon uraufgeführt.

 

Mit freundlicher Unterstützung vom Institut français und vom  französischen Kulturministerium/DGCA