Spielplan > MONATSSPIELPLÄNE > Januar 2013 > 4. Sinfoniekonzert 4. Sinfoniekonzert Musik von John Adams, Erkki-Sven Tüür, Franz Liszt und Dmitri Schostakowitsch Dirigent: Olari Elts | Solist: Mika Väyrynen (Akkordeon) Einführung 16:15 | So 13.01.13 | 17:00 | Opernhaus Abonnement: Konzertabo 1 John Adams Adams' Gespür für klangliche Finesse ist auch in seiner Orchestrierung von Franz Liszts »Die Trauergondel« zu spüren. Liszt komponierte die erste Fassung des Werkes – ursprünglich für zwei Klaviere – Ende des Jahres 1882 in Venedig: Als Gast von Richard Wagner verbrachte er dort einige Zeit im Palazzo Vendramin am Canale Grande. Die Morbidität der Stadt und die schwarzen Gondeln auf den Kanälen mögen ihn inspiriert haben. »Prophecy« des estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür bezieht sich mit seinem Titel auf die jahrhundertelange Tradition von »Sehern« mit ihren prophetischen Kräften. In Tüürs Komposition ist dieser energetische Zustand vertont: Mit dem Akkordeon als Soloinstrument versöhnt Tüür dabei die Gegensätze von Tradition und Moderne in seiner Musik. Das Werk wurde 2007 von Mika Väyrynen und dem Turku Philharmonic Orchestra unter Olari Elts uraufgeführt. Schostakowitschs 9. Sinfonie entstammt einer ganz anderen Klangwelt. Mit ihr erstaunte und provozierte er im Jahr 1945 Publikum und sowjetisches Regime: Pünktlich zum Kriegsende fertig gestellt, bleibt in ihr doch jeder patriotische Freudentaumel, jede Monumentalität aus, die man sich zu diesem Anlass erhofft hatte. Und so wurden ihm diesmal gerade das scheinbar Heitere, Unbeschwerte und Unpathetische zum Vorwurf gemacht. |
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