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Lady in the Dark

Musical von Kurt Weill

Buch von Moss Hart

Gesangstexte von Ira Gershwin

Deutsche Fassung von Roman Hinze

in deutscher Sprache

Premiere am 15. Oktober 2011

Winnie Böwe – © Jörg LandsbergWinnie Böwe – © Jörg LandsbergChor, Winnie Böwe – © Jörg LandsbergDaniel Drewes, Chor – © Jörg LandsbergDaniel Drewes, Winnie Böwe – © Jörg LandsbergWinnie Böwe, Kerstin Thielemann – © Jörg LandsbergDaniel Drewes, Mareike Morr – © Jörg LandsbergWinnie Böwe – © Jörg LandsbergFabian Gerhardt, Winnie Böwe, Chor – © Jörg LandsbergChristopher Tonkin, Winnie Böwe – © Jörg LandsbergRoland Wagenführer, Winnie Böwe, Fabian Gerhardt – © Jörg LandsbergWinnie Böwe – © Jörg LandsbergFabian Gerhardt, Winnie Böwe,  Daniel Drewes, Ballett, Chor, Barbie – © Jörg LandsbergChristopher Tonkin, Winnie Böwe – © Jörg LandsbergWinnie Böwe – © Jörg LandsbergWinnie Böwe – © Jörg LandsbergKatharina Solzbacher, Fabian Gerhardt – © Jörg Landsberg

Liza Elliott, Herausgeberin eines renommierten Modemagazins, steckt in einer persönlichen Krise. Eine undefinierbare Unsicherheit und Angst bringen das Selbstbild der erfolgreichen Geschäftsfrau gehörig ins Wanken. Und immer in ihren schwachen Momenten verfolgen sie die Fragmente eines Kinderliedes, dessen Text und Melodie jedoch wie hinter einem Schleier verborgen bleiben. In ihrer Verzweiflung begibt sie sich in Behandlung des Psychoanalytikers Dr. Brooks und durchlebt in mehreren surrealen Traumsequenzen die Abgründe ihres Unterbewusstseins: ihre Angst, den eigenen Maßstäben von Schönheit und Glamour nicht genügen zu können; ihre Zweifel, jemals den richtigen Mann zu finden; ihre generelle Entscheidungs­ und Liebesunfähigkeit. Ihr Alltag gerät zunehmend außer Kontrolle, bis sich zuletzt ihre Krise als Folge eines unverarbeiteten Kindheitstraumas entpuppt, das ihr Selbstwertgefühl als Frau nachhaltig belastet hat. Je mehr sie in ihren Träumen zu ihrem Unterbewussten vorstößt, desto mehr nimmt auch das vergessene Lied aus Kinderzeiten Gestalt an, und befreit von ihren Neurosen wagt Liza einen überraschenden Neubeginn.

 

Mit dem 1940 entstandenen Musical »Lady in the Dark« gelang Kurt Weill, der 1935 Nazi­Deutschland verließ und in die USA emigrierte, der endgültige Durchbruch am Broadway. Die Idee zu der Story stammt von Moss Hart, dem Verfasser etlicher Textbücher zu erfolgreichen Musicals, u.a. von Irving Berlin und Cole Porter. Hart, ein psychisch labiler Mensch, hatte sich nach depressiven Anfällen einer psychoanalytischen Behandlung unterzogen und war seither ein überzeugter Anhänger von Sigmund Freuds Methode. Sein Psychiater Lawrence Kubie stand ihm bei der Abfassung des Textes als fachlicher Berater zur Seite und verfasste sogar ein Vorwort zur gedruckten Ausgabe, das er mit »Dr. Brooks«, dem Namen seines alter ego im Stück, signierte. Für die Liedtexte gewann man Ira Gershwin, der sich nach dem Tod seines Bruders George vorübergehend vom Theaterbetrieb zurückgezogen hatte, an dem Stoff aber spontan Gefallen fand.

 

Weill reizte an dem Projekt neben dem für ein Broadway­Musical ungewöhnlichen Thema vor allem die originelle Dramaturgie. Dialogische und musikalische teile sind strikt getrennt. In die »reale« Handlung sind Traumsequenzen eingebettet, die Weill die Möglichkeit gaben, sie als durchkomponierte musikalische Großformen zu gestalten. Der Musik ist dabei der Ausdruck des Unbewussten vorbehalten; sie motiviert sich als Teil der Handlung. Stellvertretend dafür steht das vergessene Kinderlied, das parallel zu Lizas Selbstfindung Konturen gewinnt. Weill selbst sprach von »einer völlig neuen Form: ein gesprochenes Schauspiel, unterbrochen von drei einaktigen Opern«.



Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V.

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