Henry VIII

Ballett von Jörg Mannes

Musik von Mark Polscher (UA), Johann Sebastian Bach (arr. L. Stokowski) und Edward Elgar

Auf dem Spielplan seit der Uraufführung der Choreographie am 6. Mai 2017

So 15.10.17 | 16:00–18:05 | Opernhaus

Abonnement: Sonntag Nachmittag 6a (16:00 Uhr)

  • Demis Moretti (l.), Giovanni Visone, Conal Francis-Martin, Tommy Rous
    © Gert Weigelt
  • Giovanni Visone (l.), Denis Piza
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza, Steffi Waschina
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza
    © Gert Weigelt
  • Tommy Rous, Hongtao Lin, Conal Francis-Martin, Demis Moretti
    © Gert Weigelt
  • Mónica García Vicente, Conal Francis-Martin
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza, Lilit Hakobyan
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza, Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux, Denis Piza
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux, Denis Piza
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza (l.), Orazio di Bella
    © Gert Weigelt
  • Tommy Rous
    © Gert Weigelt
  • Giada Zanotti
    © Gert Weigelt
  • Giada Zanotti, Denis Piza (verdeckt), Ensemble
    © Gert Weigelt

ZUM STÜCK

»Ein Prinz von Kraft und Wohlgestalt«, so wird der junge Henryin einem altenglischen Text gepriesen. Als Heinrich der Achte von England mit 55 Jahren stirbt, ist er ein alter, kranker Despot, der 160 Kilo auf die Waage bringt. Dazwischen liegt ein außergewöhnliches Leben, dem schon William Shakespeare ein Historiendrama widmet. Bezeichnenderweise lautet dessen Titel ursprünglich All is True (Die ganze Wahrheit). Jetzt folgt Jörg Mannes den Spuren Henrys, doch anders als Shakespeare geht es dem Choreographen weniger um die Wahrheit als um die emotionale Seite dieses Herrschers und einer Zeit, die brutale Willkür neben zartes Liebeswerben, gottergebenen Glauben neben ungehemmte Machtpolitik stellt. Ins Zentrum seines Balletts rückt Mannes die imposante Gestalt eines Königs, der bis heute von sich reden macht.

 

Kurz vor seinem 18. Geburtstag wird der Tudor-Prinz Henry zum König von England gekrönt. Als Nachfolger seines Vaters Heinrich VII. legitim an die Macht gekommen, regiert er sein Land 38 Jahre lang mit starker Hand. Ganz im Sinne der Renaissance erzogen, beherrscht der Monarch mehrere Sprachen, er komponiert und dichtet, ist geübt im Ringen, Tennisspielen und Bogenschießen. Er liebt das Tanzen und hat einen Hang zum Glücksspiel. Aber seine wahren Leidenschaften sind die Jagd und das Lanzenstechen, das ihm den Ruf eines geschickten und unerschrockenen Kämpfers einbringt. Als Mittvierziger erleidet er einen schweren Turnier-Unfall, dessen Folgen ihn über ein Jahrzehnt beeinträchtigen und schließlich zu seinem Tod führen.

 

Der Weg vom jungen, strahlenden König, der intellektuelle Beziehungen pflegt und mit dem Humanisten Erasmus von Rotterdam in enger Verbindung steht, zum willkürlichen Autokraten der späteren Jahre fordert erheblichen Tribut: Zehntausende werden durch Erlass des Regenten zum Tode verurteilt, darunter mehrere seiner engsten Vertrauten, wie Kardinal Thomas Wolsey und die Staatsmänner Thomas Morus, Thomas Cromwell und Thomas Howard. Auch Anne Boleyn und Catherine Howard, zwei von Henrys sechs Ehefrauen, werden hingerichtet. Zuvor war die Annullierung seiner ersten Ehe mit Katharina von Aragón zugunsten einer Heirat mit Anne Boleyn der Auslöser für Henrys Erhebung gegen Papst Clemens VII. Nach der Abspaltung der anglikanischen Kirche von der römisch-katholischen setzt sich der König selbst als deren Oberhaupt ein. Henry enteignet Klöster und Kirchengüter, um sich die Loyalität der Fürsten zu erkaufen, und um seine aufwendige Hofhaltung und seinen exzentrischen Lebensstil zu finanzieren. Er verstärkt die englische Seemacht, und er initiiert eine Reihe von Kriegen ohne Aussicht auf militärischen Erfolg.

 

Von seinen Untertanen bejubelt hatte Henry 1509 ein friedliches Königreich mit gut gefüllten Schatzkammern übernommen, bei seinem Tod 1547 hinterlässt er einausgeblutetes Land, leere Staatskassen und ein von Gewalt und Willkür gezeichnetes Volk. Der einstige Glanz des gebildeten und lebenslustigen Königs ist tiefer Dunkelheit gewichen.

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Staatsoper Hannover

ZUR INSZENIERUNG

 

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Was Macht aus uns macht Hannoversche Allgemeine Zeitung, 11.05.17
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Heute zwei Könige Neue Presse , 10.05.17
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TERMINE & KARTEN

Termine

03.11.17Fr 19:30Karten
11.11.17Sa 19:30Karten
19.11.17So 16:00Karten

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Cameron Burns
Choreographie
Jörg Mannes
Bühne und Video
Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme
Alexandra Pitz
Licht
Peter Hörtner
Dramaturgie
Brigitte Knöß

Besetzung

Besetzung

Henry
Patrick Michael Doe
Katharina von Aragon
Cássia Lopes
Anne Boleyn
Lilit Hakobyan

Ballett der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 9

 

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