La traviata*

Oper von Giuseppe Verdi

Libretto von Francesco Maria Piave

nach dem Drama »La Dame aux Camélias« (1852) von Alexandre Dumas d. J.

nach dessen gleichnamigen Roman (1848)

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Auf dem Spielplan seit der Premiere der Inszenierung am 17. September 2011

Einführung 19:00 | Sa 16.09.17 | 19:30–21:50 | Opernhaus

Abonnement: Samstag 4b (19:30)

  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier
  • Nicole Chevalier

ZUM STÜCK

»Sola! Abbandonata!« – »Allein und verlassen«: Das sind die Worte, mit denen Violetta Valéry sich selbst beschreibt, nachdem ihr zum ersten Mal in ihrem Leben eine Liebeserklärung unter die Haut gegangen ist. Allein und verlassen – tatsächlich ist das Thema der Einsamkeit von Anfang an ebenso bestimmend für Verdis Oper wie die Krankheit und der Tod. Denn die Liebe scheint in diesem Werk eine monologische zu sein: Kein wirkliches Liebesduett findet zwischen Violetta und Alfredo statt, auch in der behaupteten Idylle des zweiten Aktes erleben wir die Figuren in ihrer Glücksbeschreibung nur getrennt voneinander. Befremdlich schnell lässt Violetta sich außerdem auf die Forderung Giorgio Germonts ein, seinen Sohn aus moralischen Gründen zu verlassen. Ja, fast wirkt es, als exerziere Violetta am eigenen Leib ein Liebesmartyrium, das eine lebbare Liebe gar nicht erlaubt. Violetta führt uns den Prozess einer Entmaterialisierung vor, an deren ende nicht nur ihr Tuberkulosetod, sondern vielmehr ihre Stilisierung zum Engel steht; einem Engel, der für die Idee der Liebe gestorben ist.

 

»Die Lungenwunde ist nur ein Sinnbild, Sinnbild einer emotionalen Wunde«, hatte Franz Kafka anlässlich seiner Tuberkuloseerkrankung in sein Tagebuch notiert. Wie sehr auch Giuseppe Verdi an einer Fokussierung auf die »emotionale Wunde« interessiert war – und wie sehr er sich damit von Alexandre Dumas’ handfester Milieuschilderung entfernte –, zeigt schon die Ouvertüre: Von gläserner, fragiler Transparenz, einem Röntgenbild vergleichbar, nimmt sie das Todesmotiv des dritten Aktes vorweg und suggeriert somit von Anfang an den tödlichen Ausgang des Werks. Die Sekundreibungen offenbaren bereits hier den schmerzhaften Konflikt, der in Violetta gärt. Verdi macht keinen Hehl daraus, dass seine Bearbeitung der Dame aux camélias eine musikalische Seelenbeschreibung, eine Reise ins Innere von Violetta Valéry ist. Folgerichtig geht auch das »Außen« im Laufe der Oper immer mehr verloren. Die Chöre, die Gesellschaft, die »Anderen«, mutieren zu Chimären, die nur noch aus der Ferne zu Violetta dringen. Die Kontaktaufnahme mit der Welt ist misslungen; Violettas einzig wirklicher Partner ist der Gesang.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Regisseur Benedikt von Peter erfindet den Stoff neu Deister- und Weserzeitung, 20.09.11
mehr
filigrane Passagen Opernnetz, 20.09.11
mehr
Singuläres Opernereignis Weser-Kurier, 19.09.11
mehr
Zutiefst bewegendes Psychogramm Cellesche Zeitung, 22.09.11
mehr
Stimmungsstarker Saisonauftakt Hannoversche Allgemeine Zeitung, 19.09.11
mehr
Packende Inszenierung des Verdi-Hits: tolles Solo von Sängerin Nicole Chevalier Neue Presse, 19.09.11
mehr
Martyrium der Liebe www.omm.de, 17.10.11
mehr
Aufregendes Regietheater Mitteldeutsche Zeitung, 21.10.11
mehr
So hat man dieses Werk noch nie gesehen Evangelische Zeitung, 23.10.11
mehr
So nah war uns Violetta noch nie Opernwelt, Oktober 2011
mehr
Der Ausverkauf des Körpers ist der Ausverkauf der Liebe Süddeutsche Zeitung, 26.09.11
mehr

TERMINE & KARTEN

Termine

28.09.17Do 19:30Karten
07.10.17Sa 19:30Karten
11.10.17Mi 19:30Karten

VIDEO

Video

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Gregor Bühl
Inszenierung
Benedikt von Peter
Bühne
Katrin Wittig
Kostüme
Geraldine Arnold
Licht
Susanne Reinhardt
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Dramaturgie
Sylvia Roth

Besetzung

Besetzung

Violetta Valéry
Nicole Chevalier
Alfredo Germont
Philipp Heo
Giorgio Germont
Brian Davis
Flora Bervoix
Marlene Gaßner
Annina
Mareike Morr
Gastone
Uwe Gottswinter
Barone Douphol
Matthias Winckhler
Marchese D'Obigny
Yinghao Liu
Dottore Grenvil
Yannick Spanier
Giuseppe
Thomas Kubitza
Domestico
Frank Domnick
Commissionario
Marek Durka

Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

Theaterpädagogische Angebote

Produktion empfohlen ab 16 Jahren

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

Musiktheaterpädagogische Angebote für Lehrer erhalten Sie unter kirsten.corbett@staatstheater-hannover.de oder Telefon (0511) 9999 1083.

* in Originalsprache mit deutschen Übertiteln