Schaf

Schaf

Musiktheater für Kinder

mit Musik von Claudio Monteverdi, Henry Purcell und Georg Friedrich Händel

Text von Sophie Kassies, aus dem Niederländischen von Eva Maria Pieper

Premiere am 18. Oktober 2009

© Christian BrachwitzSchaf – © Christian BrachwitzSchaf – © Christian BrachwitzSchaf – © Christian Brachwitz

Inmitten von tausend anderen Schafen lebt Schaf auf der grünsten Wiese der Welt. Es ist ein Schaf wie alle anderen Schafe. Doch eines Tages kommt ein Prinz auf die Wiese – ein Prinz, der eigentlich überhaupt kein Prinz sein möchte –, und er sagt zu dem Schaf: »Du bist mein Freund.« Er sagt nicht: »Ihr seid meine Freunde.« Nein. Er meint ein einziges Schaf: »Du bist mein Freund.« Doch da gibt es ein Problem: Das Schaf hat keinen Namen. Als Freund braucht man aber einen Namen: Damit man ihn rufen kann. Damit man ihn von den anderen Schafen unterscheiden kann. Damit man ein Freund, ein »spezieller Jemand« sein kann. Und so geht Schaf fort von der Herde und macht sich auf den Weg, einen eigenen Namen zu finden. 

 

Sophie Kassies´ Schaf erzählt von der Suche nach der eigenen Identität: Was bedeutet es, einen Namen zu tragen? Was bedeutet es, etwas Besonderes, ein Ich, ein Freund zu sein? Und was bedeutet es, sich von der Herde zu entfernen? Ist man dann nicht sehr einsam? Heißt das: Es ist gar nicht so erstrebenswert, etwas Besonderes zu sein? Vielleicht genügt es, ein ganz normales, namenloses Schaf zu sein? Umgeben von tausend anderen Schafen auf der grünsten Wiese der Welt? Aber wie geht dann die Geschichte mit dem Prinzen weiter? Er sagte doch: »Du bist mein Freund.«

 

Zwei Sängerinnen, zwei Schauspieler und zwei Musiker begeben sich in Schaf auf eine ebenso witzige wie poetische und melancholische Reise in die Welt der Schafherden. Eingebettet in die barocke Musik von Monteverdi, Purcell und Händel erzählen sie von Herdentieren, von Einzelgängern und von der Sehnsucht, etwas Besonderes zu sein und doch dazuzugehören.

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